Schwamedingens Siedlungsstruktur ist Ausdruck ihrer Entstehungszeit. Ihr 1948 vorgelegter Überbauungsplan bot Lösungen für damals drängende Fragen des Städte- und Wohnungsbaus aus. Heute ist der Zeitgeist ein anderer: Die wachsende Stadt Zürich verschluckt sukzessive ihre Siedlungsränder. Für ihr erklärtes Ziel, bis 2050 jede Dritte Wohnung als gemeinnützige Wohnfläche anbieten zu können, geraten besonders die unternutzten Gartenvorstädte unter Druck – und das zurecht, stellen sie doch als kostbare Baulandreserven ein hohes Potential der städtischen Verdichtung dar. Nur durch den Erhalt der Bestandsbauten und die Platzierung neuer Bauten zwischen ihnen lässt sich ein absolutes Maximum an Wohnungen ausreizen.Trotz der generierten Dichte und der Stapelung unterschiedlicher Nutzungen in den Neubauten ist ein störungsfreies Nebeneinander zwischen Wohnen und Schulnutzung gewährleistet. Gemeinsamkeit ist möglich, wird aber nicht erzwungen. Während sämtliche Wohnungen über die bestehende Luchswiesenstrasse erschlossen werden, erfolgt die Zuwegung der Betreuungsangebote über einen neu angelegten Weg, der südlich der Bauten an das Schulhaus Luchswiesen anbindet. 

In Zusammenarbeit mit Boa Atlaa GmbH, Zürich